Was steckt hinter einem Printmedium?

Der Gestaltungsumfang und der zeitliche Rahmen können stark variieren. Es kommt auf verschiedene Faktoren an. In diesem „behind-the-scenes“ geben wir einen Einblick, wie wir unsere Flyer gestalten, welchen Zeitaufwand und welche Kosten dabei entstehen

  • Das Konzept

Der erste Schritt ist, dass wir die Zielgruppe des Flyers bestimmen. Daran richtet sich dann das Thema, die Farben, das Format, die Schriftgröße, die Seitenanzahl, die Texte, die Bilder etc. aus. Die Zielgruppe bestimmt alles.

Wenn wir eine Flyer erstellen, dann haben wir das CD (Corporate Design) immer im Hinterkopf. Farben müssen zum Thema und zum CD passen. Auch die Art des Flyers sollte dem CD entsprechen. Manche Gemeinden bevorzugen immer das gleiche Format, um auch so einen Wiedererkennungswert zu schaffen.

  • Das Budget

Meist steht uns keinerlei Budget für einen Flyer zur Verfügung. D.h. Schriftarten, Bilder, Motive müssen lizenzfrei oder selbst erstellt werden. Einerseits braucht man für selbst erstellte Motive viel Zeit, andererseits kann man die Motive dann genau der Zielgruppe anpassen.

Der Löwenanteil der Kosten ist die Arbeitszeit, gefolgt von Druckkosten, Bilder und Schriftartlizenzen. Wenn kein Bilderpool zu Veranstaltungen vorhanden ist, dann kommt das noch oben drauf. Wichtig: Wenn ihr eine Veranstaltung bewerben wollt, dann macht im Vorfeld schon Bilder einer vergangenen Veranstaltung. So kann man mit authentischem Kontent Werbung machen.

  • Die Umsetzung

Als erstes muss die Grundidee entstehen. Dabei sollte die Kernaussage für die jeweilige Zielgruppe im Vordergrund stehen. Texte und Bilder sollten schon angedacht werden. Wichtig hierbei ist, dass ein klarer Bezug zwischen Titel, Themen, Motiven und Zielgruppe vorliegt. Mit anderen Worten: Man bildet den roten Faden. Die erste Idee, entsteht noch auf dem Papier oder ist eine wilde Ideensammlung in einem Worddokument.

Der rote Faden soll immer die Zielgruppe ansprechen. Hierbei ist es wichtig, dass der erste Blick auf dein Medium den Betrachter fesselt, hinterfragt, anregt sich mehr mit dem Inhalt des Flyers zu beschäftigen. Auch muss der rote Faden nicht durchgängig vorhanden sein, sondern kann durch einen gezielten Bruch den Betrachter verblüffen. Ein Flyer zielt immer auf die Neugier des Betrachters ab. Wir wollen vermeiden, dass der Flyer im Papiermüll landet, sondern im Kopf hängen bleibt.

Jetzt kommt der Designer ins Spiel: Deine Kernaussage sollte auch zum persönlichen Stil des Designers passen. Jeder Designer hinterlässt auch seinen persönlichen Fingerabdruck auf deinem Medium.

Aus der Idee entstehen nun Vorabversionen. Viele Vorabversionen. Hier ist der Dialog wichtig, zwischen Designer und dir! Der Designer braucht Hintergrundinformationen, um den Flyer in den richtigen Rahmen deiner Veranstaltung zu bringen. Hier sind wieder Bilder wichtig, um dem Designer eine Atmosphäre zu vermitteln. Der Transport von einer Idee in den Computer erfolgt nie eins zu eins.

Tobias Wiener

Tobias Wiener

Web und Printmediendesign

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